february, 2017

wed22feb20:00Zeit für Klassik: Vivaldi, Mozart und BeethovenMaurice Steger gastiert mit dem Staatsorchester in CelleCelle (DE), Congress-Union

Event Details

Maurice Steger | Dirigent und Solist Blockflöte
Staatsorchester Braunschweig

***

Sinfoniekonzert: Zeit für Klassik mit Maurice Steger

Antonio Vivaldi | Blockflötenkonzert g-Moll op.10 Nr. 2 RV 439 »La notte«
Wolfgang Amadeus Mozart | Divertimento D-Dur KV 136
Georg Philipp Telemann | Blockflötenkonzert C-Dur TWV 52:C1
Ludwig van Beethoven | Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

***

Neben der Violine und dem Cello favorisierte Antonio Vivaldi vor allem Holzblasinstrumente für Solokonzerte, so auch verschiedene Arten von Flöten. Die Konzerte seines op. 10 hatte er allesamt für Blockflöte angelegt, wo einige dieser hochvirtuosen Konzerte – wie im Barock durchaus üblich – programmatische Titel tragen, die die Idealisierung von Natur und Naturstimmungen zum Thema haben. So auch das zweite Konzert diese Reihe, das den bedeutungsvollen Titel »La notte« trägt: »Die Nacht«. Während sich Vivaldi in Italien mit Hingabe dem Solokonzert widmete, tat sich Georg Philipp Telemann zeitgleich in Deutschland schwer mit dieser Gattung, doch konnte er sich der Popularität dieser Musik nicht entziehen. So schrieb auch er Konzerte für Blockflöte, wobei er stilistische Anregungen aus Italien und Frankreich aufnahm und diese gekonnt mit der deutschen sogenannten »gelehrten und arbeitssamen Vielstimmigkeit« verband.

Sein Divertimento D-Dur KV 136 schrieb Wolfgang Amadeus Mozart 1772 nieder, als er nach den erfolgreichen Aufführungen seiner Opern »Mitridate« und »Ascanio in Alba« in Mailand ins heimatliche Salzburg zurückkehrte. Die Studien, die er während seines Italienaufenthalts betrieben hatte, flossen nun in drei zierliche Divertimenti ein, die aufeinander Bezug nehmen und allesamt einer dreisätzigen Architektur folgen: auf ein singendes Allegro folgt ein kantables Andante, das wiederum in ein tänzerisches Finale mündet.

Im Gegensatz zur 1. Sinfonie schärfte Ludwig van Beethoven mit seiner »Zweiten« deutlich sein Eigenprofil: Der reifere Mozart und nicht mehr der für die Zeit antiquierte Haydn schimmert hier als Inspirationsquelle durch. Mit diesem Werk markierte Beethoven endgültig die Wende von der heiteren und unbeschwerten Klassik hin zur gefühlsgetränkten und schwermütigeren Frühromantik. Die Zeitgenossen reagierten auf dieses Übergangswerk zunächst irritiert, denn dieser »wilden Koloss« entsprach nur bedingt ihren Erwartungshaltungen. Von »wahrem Feueratem« sprach man angesichts der ungestüm-kraftvollen Musik nach der Uraufführung des Werks am 5. April 1803 im Theater an der Wien – eine Aufführung, die die Zuhörer sichtlich in den Bann gezogen hatte.

***
Einführung um 19:15 Uhr
***
***

Time

(Wednesday) 20:00

Location

Celle (DE), Congress-Union

Thaerplatz 1, 29221 Celle, Deutschland

Organizer

Staatsorchester Braunschweig

Celle (DE), Congress-UnionThaerplatz 1, 29221 Celle, Deutschland

Menü
X
X