Auch das titelgebende Stück, die «Follia di Spagna», eine Art «Body and Soul» (der meistaufgenommene Jazz-Standard) der Barockzeit, findet sich auf der CD. Es ist mit gut elf Minuten Spielzeit der gewichtigste Titel. Mit Pachelbels Kanon hat die überaus banale Melodie gemeinsam, dass man sie routiniert plattwalzen oder mit eigenem Spielwitz und frechen Arrangements zum Kabinettstücklein machen kann. Hier wird die «Follia» zur farbenreichen Tour d’horizon durch das Ensemble und zum sprudelnden Brunnen klanglicher Einfälle und gegenseitiger Anstacheleien. Da zeigt sich die profunde Musikalität aller Beteiligten.

Codex flores über die CD ‚Una Follia di Napoli’

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